Dieses Jahr solls besser laufen?
Dann ist mein Einsteiger Workshop: Schreiben und Selbstreflexion genau richtig für Dich!

Biografisches Schreiben, Journaling und Schreibtherapie

Die Rauhnächte

Ihre fünf Säulen, die Dir helfen, schreibend in Einklang mit Dir selbst zu kommen

Was sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte nennt man die Nächte zwischen den Jahren. Die genauen Daten schwanken dabei von Region zu Region. Es handelt sich um zwölf Nächte im Zeitraum zwischen dem 21.12.– der Wintersonnenwende – und dem 6.1. – dem Tag der heiligen drei Könige.

Seit jeher wird diesen Nächten eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Sie gelten als Nächte zwischen der Zeit, da der alte Mondkalender mit 354 Tagen vorbei ist und der neue Sonnenkalender mit 365 Tagen noch nicht begonnen hat. Das Wort Rauhnacht betrifft jedoch nicht nur die Nacht, sondern auch die Tage.

Wie kannst du sie gestalten?

Es gibt viele Mythen, Sagen, Rituale und Bräuche, um die Rauhnchte zu gestalten. Gerade in den letzten Jahren haben sie nochmal einen ordentlichen Aufwind erhalten und der Markt boomt vor Angeboten und Anleitungen.

Dabei braucht es manchmal gar nicht so viel. Nicht umsonst werden die Rauhnächte mit Rückzug und  Innehalten verbunden. Dies beinhaltet auch das bewusste Abschalten von äußeren Reizen, was zugegeben in einer Zeit, die von Familienbesuchen und Konsum geprägt ist, nicht so einfach ist.

Genau hier lohnt es sich aber, genauer hinzuschauen. Die Themen, die den Rauhnächten zugesprochen werden, helfen dir dabei, denn es geht bei ihnen unter anderem um Bewusstwerdung, Entschleunigung und Entspannung.

In diesem Blogartikel habe ich fünf Säulen, die für die Rauhnächte charakteristisch sind, zusammengetragen und beschrieben, wie du sie zum Schreiben nutzen kannst. Diese Themen zur Priorität zu machen, kann dir helfen, in dieser intensiven Zeit ausgeglichen und im Einklang mit dir selbst zu bleiben.

Erste Säule: Selbstreflexion

Die Selbstreflexion in den Rauhnächten hat einen besonderen Stellenwert. Die innere Welt darf zur Priorität werden. Der Rückblick auf das alte Jahr und die Vorschau auf das neue Jahr helfen dir, deinen Alltag bewusst zu gestalten und in eine aktive, selbstgestaltende Zukunft zu starten.

Die Rauhnächte beginnen mit der Rückschau, klassischerweise am Tag der Wintersonnenwende, dem 21.12. An diesem und den folgenden Tagen kannst du dir in Ruhe dein vergangenes Jahr anschauen und reflektieren.

Dir Zeit für die Selbstreflexion zu nehmen, schafft dir aber auch eine Auszeit im Trubel der Festtage. Dafür reicht es, wenn du dir einen Zeitraum von 15-30 Minuten am Tag schaffst, in denen du das Jahr Revue passieren lässt und Ideen und Wünsche für das neue Jahr sammelst. Dafür eignet sich das Aufschreiben in Form von Tagebuch oder Journaling natürlich besonders gut. Lies dazu gerne auch meinen Blogartikel zu den traditionellen Schreibmethoden während der Rauhnächte.

Jeder Rauhnacht wird ein eigenes Thema zugesprochen, z.B. innere Weisheit, Herzöffnung oder Glück und Fülle. Auch diese Themen kannst du für dich reflektieren und dir bewusst machen, was sie für eine Bedeutung für dich haben und was du noch mehr in dein Leben integrieren möchtest.

Übrigens: Mehr zu den einzelnen Themen und eine passende Journalinganregung findest du dieses Jahr während der Rauhnächte auf meinem Instagram-Account: erzaehl_von_dir.

Zweite Säule: Achtsamkeit

Innehalten und Bewusstmachung. Achtsam sein mit sich selbst, mit Anderen und mit der Umwelt. Auch darum geht es in den Rauhnächten. Schreiben und Achtsamkeit liegen sehr nah beinander.

Je länger du dich in Selbstreflexion übst und über dich selbst schreibst, desto mehr lernst du, das eigene Handeln mit Distanz zu betrachten. Das macht dir bewusst, warum du handelst, wie du handelst und was dahinterliegende Gefühle und Gedanken oder eingebrannte Muster sind.

Das wiederum führt dazu, dass du zunehmend bewusster und achtsamer dein Handeln bestimmen kannst.

Eine wichtige Komponente der Achtsamkeit findet sich aber auch in der Wahrnehmung wieder.
In den Rauhnächten kannst du dir Zeit nehmen, mit wachem Blick auf deine innere und die äußere Welt zu schauen. Aktiviere dabei all deine Sinne.

Das Schreiben kann dir dabei helfen, auch dies bewusst zu tun und dir dafür Zeit zu nehmen.
Versuche es z.B. mit folgender Schreibanregung:

Gehe an einen Ort in der Natur, an dem du eine kurze Zeit verweilen und sitzen kannst.
Nimm wahr, was du siehst, hörst, riechst, schmeckst und fühlst.
Schreibe deine Empfindungen auf.
Nimm wahr, wie sich dein Körper anfühlt, wie du ihn im Raum um dich herum spürst was du spürst.
Schreibe deine Empfindungen auf.
Nimm wahr, was du denkst und fühlst.
Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf. Achte darauf, sie nicht zu bewerten, sondern einfach nur sachlich aufzuschreiben.
Wiederhole diese Übung öfters! Es wird dir immer besser gelingen!

Dritte Säule: Natur

Die Natur ist der beste Ort für Achtsamkeit und steht im engen Zusammenhang mit den Rauhnächten. In den alten Überlieferungen sind es Naturgewalten, denen die Menschen im Winter damals oft hilflos ausgeliefert waren. Winterstürme, Schnee und Kälte erinnern daran, wie kraftvoll die Natur agiert und wie selbstregulierend sie tätig ist.

Es sind die Naturprinzipien, die dich daran erinnern, dass alles im Wandel ist. Und dass man sich von Altem verabschieden muss, damit Neues entstehen kann, auch wenn das Alte voller Schönheit war.

Es gibt jedoch noch ein anderes Naturprinzip, das wir uns in den Rauhnächten zu Herzen nehmen können: Die innere Weisheit. Die Natur braucht kein Handbuch, um zu wissen, wie eine Pflanze wächst. Sie braucht niemanden, der ihr sagt, wann was zu entstehen und sich zu verändern hat.
Diese Weisheit hast auch du in dir.
Beim Schreiben kannst du dich auf diese innere Stimme berufen und ihr zuhören. Sie sagt dir, was du brauchst und wann du es brauchst. Ideen für Schreibanregungen für den Kontakt mit deiner inneren Stimme kannst du dir hier herunterladen. (-> Workbook Innere Stimme für 0 Euro)

Vierte Säule: Kreativität

Die Rauhnächte sind eine besondere Zeit ür kreatives Schaffen. Kreativität ist die Basis von all dem, was ist. Sie ist die dem Menschen inneliegende Schöpferkraft, der Ursprung, die Quelle sämtlichen Geschehens. Allem, was ist, liegt ein kreativer Gedanke zugrunde.

Auch das Schreiben ist ein kreativer Akt. Jeder Satz, der entsteht, ist das Resultat eines kreativen Prozesses in unterschiedlichem Ausmaß. Während der Rauhnächte kannst du diese Kreativität würdigen.

Das passiert schon, wenn du in die Selbstreflektion oder in die Sinneswahrnehmung gehst und durch das Schreiben einen kreativen Ausdruck dafür findest, was in dir vorgeht. 

Du kannst die Zeit aber auch nutzen, um  fiktive Texte und Geschichten entstehen lassen. Oder du widmest dich deiner eigenen Biografie und schreibst deine Geschichten auf.

Eine gute Möglichkeit, für jeweilst kurze Zeit kreativ zu werden sind Elfchen: kleine Gedichte mit nur elf Wörtern. (s.Bild)

Fünfte Säule: Spiritualität

Spiritualität wird definiert als die Hinwendung zu einer nicht fassbaren, transzendenten Wirklichkeit. Objektiv betrachtet handelt es sich bei den Rauhnächten um zwölf normale Tage und Nächte. Wer dafür empfänglich ist, erlebt ihre Energie jedoch als etwas Heiliges, Sonderbares und nur schwer in Worte zu fassendes.

Selbst wenn du bisher noch nicht viel mit Spiritualität am Hut hattest, sind diese Nächte eine Einladung an dich, dich auf diese Energie einzulassen und dir einmal die Frage zu stellen: „Gibt es mehr da draußen, als ich derzeit wahrnehmen kann?“

In den Überlieferungen heißt es, dass in den Rauhnächten die Tore zur Anderswelt geöffnet sind und alles durchlässiger und transzendenter wird.

Sich auf diese Idee einzulassen, kann dich zum nächsten kreativen Akt führen.

Versuche es doch mal mit folgender Schreibanregung, die du mit den Worten beginnst:

Was wäre wenn ich durch den Wald laufe und etwas sehen würde, was sich nicht wissenschaftlich erklären lässt?

Oder du lässt dich auf dein eigenes göttliches Wesen ein und gehst in die Meditation, um dich darin immer besser wahrzunehmen. Du kannst deinen Geist ganz ruhig werden lassen und dir die Frage stellen:

Wer bin ich außerhalb meiner Gedanken und Gefühle?

Schreibe danach deine Erkenntnisse auf und lass zu, dass Gedanken entstehen, die du vorher nie hattest!

Fazit:

Es gibt viele Möglichkeiten, die Rauhnächte schreibend für sich zu nutzen. Durch ihre Charakteristika ist sie geradewegs prädestiniert zum Schreiben und kann dir in dieser Zeit nochmal einen besonderen Schwung für deinen Schreibprozess aber auch für deine persönliche Weiterentwicklung und für deine Ausgeglichenkeit geben!

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